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DGMK-Projekt Brennstoffe

Entwicklung eines No-Harm-Anwendungstests für Heizöl-Additive zur Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen von Additiven beim Einsatz in Heizöl-Brennersystemen

Laufzeit
2018 bis 2021 (geplant, 30 Monate)
Forschungsstelle
OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH
David Diarra
Anlass und Ziel

Im DGMK-Forschungsbericht 646 „Kriterienkatalog für Additive - Standard Heizöl EL, schwefelarmes Heizöl EL und alternatives Heizöl EL“ sind Mindestprüfkriterien (No-Harm-Kriterien) festgelegt, deren Einhaltung unerwünschte Nebenwirkungen wie die Bildung von Ablagerungen durch Additive beim Einsatz in Heizöl-Brennersystemen ausschließen sollen. In Abhängigkeit der Lagerbedingungen von Heizölen und der eingesetzten Heizöl-Brennertechnik kann es in der Anwendung zu Betriebsstörungen kommen. Meist werden Ablagerungen an Brennerdüsen, Vorwärmern, Pumpen oder Filtern als Schadensursache identifiziert. Die Brennerdüse-Vorwärmer-Einheit stellt hier ein besonders sensibles Bauteil dar. Zur Bestimmung der No-Harm-Kriterien für Heizöladditive werden derzeit ausschließlich Labormethoden genutzt, welche nur eine geringe Aussagekraft zur Interaktion der Heizöle mit der Anwendungstechnik haben. In vorangegangenen DGMK-Projekten (729 und 726) wurde ein Prüfstand entwickelt, mit dem die Alterung von Brennstoffen in einem Heizöl-Brennersystem nachgestellt werden kann. Auf dieser Basis soll ein vereinfachter anwendungsnaher No-Harm-Test für Heizöl-Additive entwickelt werden.

Kurzbeschreibung

Das für die DGMK-Projekte 726 und 729 entwickelte Hardware-in-the-loop-Testprinzip bildet ein Heizöl-Brennersystem ab und soll als Grundlage für die Entwicklung eines vereinfachten No-Harm-Anwendungstests für Heizöl-Additive genutzt werden. Im Projekt soll eine vereinfachte Prüfmethode entwickelt werden, die zukünftig als No-Harm-Anwendungstest für Heizöl-Additive dienen kann und in den DGMK-Kriterien-Katalog für Heizöl-Additive aufgenommen werden soll. Die Prüfmethode dient der Untersuchung, in wie fern Additive unerwünschte Nebenwirkungen in Form von Ablagerungen an Heizöl-Brennersystemen hervorrufen. Hier steht insbesondere die Interaktion der additivierten Heizöle mit der Brennerdüse-Vorwärmer-Einheit im Fokus. Zielstellung der Prüfmethode ist es, Aussagen über das Betriebsverhalten wie dem Brennstoffvolumenstrom über die Brennerdüse-Vorwärmer-Einheit von additivierten Heizölen in weniger als 200 h, sowie mit Brennstoffmengen kleiner 10 Liter treffen zu können.

Bearbeitungsstand

Der IGF-Antrag wurde zur Begutachtung bei der AiF eingereicht.

Projektstatus

Projekt­koordination

Jan Ludzay

Leiter der Abteilung Verarbeitung und Anwendung

Nadine Ludzay

Koordination