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DGMK-Projekt Bohr- und Komplettierungstechnik

Elektro-Impuls-Verfahren zur Aufwältigung eines mit Scale verengten Bohrloches (EVA)

Laufzeit
01.03.2021 - 28.02.2023
Forschungsstelle
TU Bergakademie Freiberg: Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau - Prof. Dr. M. Reich, Prof. Dr. Moh'd M. Amro, Dr. C. Freese, S. Klein
TU Dresden: Professur für Baumaschinen - Prof. Dr. F. Will, E. Anders, M. Voigt
Projektbegleitung
Aqua2Power Sales GmbH - G. Johne
BITSz electronics GmbH - Dr. S. Schmidt
DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH - H. Bültemeier
ExxonMobil Production Deutschland GmbH - M. Dahms
Fangmann Energy Services GmbH & Co. KG - Dr. N. Lummer
Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH - A. Utz
H. Anger´s Söhne GmbH - U. Schindler
Pfalzwerke geofuture GmbH - J. Uhde
Thomas Werner Industrielle Elektronik e. Kfm. - A. Lienert
Wintershall Dea GmbH - Dr. O. Czuprat
ILEAG e. V. - M. Hohmuth
IGF Vorhaben
21674 BR
Anlass und Ziel

Im Projekt EVA soll der Nachweis geliefert werden, dass typisch auftretende Scales in Öl-, Gas- und Geothermie-Bohrungen mit Hilfe des EIV entfernt werden können. Dabei liegt der Fokus zunächst auf der Entfernung mineralischer Scales innerhalb untertägiger Anlagenteile, wie Casings, Produktionsrohre und Filterrohre. Die Machbarkeit des Vorhabens erfolgt in einem einfachen, laborativen Versuchsaufbau. Zusätzlich wird ein Entwurf eines Workover-Systems erarbeitet.

Kurzbeschreibung

Das Projekt EVA setzt sich aus 3 Phasen zusammen. In der 1. Phase des Projektes soll die Machbarkeit eines EIV-Systems zur Scale-Entfernung nachgewiesen und ein funktionstüchtiger Laborprototyp entwickelt werden. Dieser Prototyp soll dabei den Bedingungen einer Bohrung bis 5000 m Tiefe angepasst sein. In der 2. Projektphase wird mit den gewonnen Erkenntnissen der bereits entstandene Laborprototyp in einen praxistauglichen Feldprototyp weiterentwickelt, der dann in einer realen Bohrung eingesetzt werden kann. Die wichtigsten Aspekte bei dieser Entwicklung werden die Anschlussfähigkeit an vorhandenes Equipment, die dauerhafte Temperaturtauglichkeit, der Einsatz in abgelenkten Bohrungen und die Stabilität gegenüber den auftretenden mechanischen Belastungen sein. In der 3. Projektphase soll der Feldprototyp aufbauend auf den gewonnen Ergebnissen von Phase 2 weiterentwickelt werden. Hier wird eine Material- und Leistungsoptimierung im Vordergrund stehen. Diese werden es dann auch ermöglichen den Durchmesser des Prototyps weiter zu verkleinern, was sowohl weitere Bohrungsdurchmesser, als auch den Einsatz zur Reinigung von obertägigem Equipment ermöglicht.

Bearbeitungsstand

Erste Ergebnisse zu der Funktionsweise des Verfahrens und der Ermittlung von Mindestanforderungen an den Impuls (Impulsenergie und Impulsspannung) wurden in Vorversuchen erreicht.

Projektstatus

Projektkoordination

Dr. Susanne Kuchling

Leiterin der Abteilung Geo-Energiesysteme und Untertagetechnologien

Förderung

IGF – Industrielle Gemeinschaftsforschung

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz