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DGMK-Projekt Schmier­stoffe

Fettnachschmierung von Wälzlagern bei höchsten Drehzahlen

Laufzeit
2017 bis 2020 (42 Monate)
Forschungsstelle
WZL Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen
Andreas Bartelt
IGF Vorhaben
18206 N
Anlass und Ziel

Die Drehzahleignung und die mit zunehmender Drehzahl überproportional abnehmende Fettgebrauchsdauer begrenzen die Zahl der möglichen Anwendungen von fettgeschmierten Hybridspindellagern in Werkzeugmaschinenhauptspindeln. Fettnachschmiersysteme können das Problem der begrenzten Fettgebrauchsdauer zwar lösen, Fette mit bester Drehzahleignung sind für den Einsatz in solchen Systemen aber nur bedingt geeignet. In diesem Projekt werden daher zwei Hauptziele verfolgt: Einerseits soll basierend auf einem Fett mit sehr guter Drehzahleignung dessen Eignung für den Einsatz in Fettnachschmiersystemen verbessert werden. Andererseits sollen unter Nutzung eines bestehenden Fettnachschmiersystems Strategien entwickelt werden, um das Lager zuverlässig zu schmieren. Am Ende soll ein Gesamtsystem aus einem Fett und einer Nachschmierstrategie stehen, das es ermöglicht, fettgeschmierte Spindellager dauerhaft deutlich über den heute üblichen Drehzahlen zu betreiben.

Kurzbeschreibung

Die Fettentwicklung soll in mehreren Schritten erfolgen: Zunächst sollen an einem Referenzfett Vergleichswerte für die weiterentwickelten Fette bestimmt werden. Anschließend sollen durch Variation der Zusammensetzung und ggf. des Herstellungsverfahrens optimierte Fette hergestellt werden. An denen muss zunächst die grundsätzliche Drehzahleignung überprüft werden, bevor untersucht wird, wie sich die längere Belastung des Fetts im Nachschmiersystem auf dessen Schmiereigenschaften auswirkt. Bei der Entwicklung einer geeigneten Nachschmierstrategie muss untersucht werden, an welcher Stelle (axial oder radial) dem Lager frisches Fett zugeführt werden sollte und mit welcher Frequenz und in welcher Menge diese Zuführung erfolgen sollte. Ziel ist dabei einerseits die zuverlässige Schmierstoffversorgung der Wälzkontakte im Lager, andererseits muss eine Überschmierung, die zu einem spontanen Lagerausfall führen kann, vermieden werden.

Bearbeitungsstand

Die zu untersuchenden Fette wurden definiert und hergestellt. Die Eigenschaften der unbelasteten Fettproben wurden analysiert. Der Versuchsplan zur Belastung der Fettproben wurde angepasst, so dass die Probenentnahme alle zwei Monate durchgeführt wird.

Projektstatus

Vorsitz Projektbegleitung

Dr. Axel Figge

Obmann

CARL BECHEM GMBH
Hagen

Projekt­koordination

Jan Ludzay

Leiter der Abteilung Verarbeitung und Anwendung

Nadine Ludzay

Koordination

Förderung

IGF – Industrielle Gemeinschaftsforschung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie