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629-1

Fachausschuss Erdgas­förder­technik

Machbarkeitsstudie zur Wasseraufbereitung in der Tailend-Phase der Gasförderung

In der vorliegenden Untersuchung werden verschiedene Verfahren der Wasseraufbereitung hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit für die bei der Erdgasproduktion anfallenden Wässer geprüft. Ziel der Aufarbeitung ist die Direkteinleitung des überwiegenden Volumenanteils des Wassers in ein Fließgewässer und das Verpressen des aus der Aufreinigung verbleibenden Konzentrats. Es werden für diesen Zweck entwickelte und erprobte Membran- und Adsorptionsverfahren beschrieben sowie andere bei der Aufarbeitung industrieller Abwässer übliche Verfahrenstechniken diskutiert. Zur Entfernung von Mineralölkohlenwasserstoffen, Quecksilber, Feststoffen und Schwermetallen werden die aufsalzungsfrei arbeitende Elektroflotation und zur Entfernung hoher Gehalte an BTX das Strippen gegenüber der Adsorption als besonders leistungsfähig und mit 3–15 €/m³ bzw. 0,5–4 €/m³ als wirtschaftlich eingestuft. Für die Salzabtrennung aus geringkonzentrierten Wässern sind die Umkehrosmose (ca. 20 €/m³) nach entsprechender Vorbehandlung zur Verhinderung der Verblockungsgefahr und aus höher konzentrierten Wässern das Verdampfen (40–80 €/m³) zweckmäßig. Bei niedrigen Durchsätzen (< ca. 5 m³/h) ist jedoch die ausschließliche Anwendung der Verdampfung wirtschaftlich sinnvoller. Das gereinigte Wasser kann biologisch nachbehandelt werden (15–25 €/m³). Aus Oberflächenwässern werden nahezu 100%, aus gering mit Salzen belasteten Lagerstättenwässern etwa 96 % und aus höher belasteten Lagerstättenwässern etwa 65 % Wasser zur Direkteinleitung gewonnen.

Autoren
E. Gock, J. Kähler, H.‑D. Bombka
Copyright
2007
Softcover ISBN
978-3-936418-69-9
Buchreihen ISSN
0937-9762
Seitenzahl
73
Anzahl der Bilder
15
Anzahl der Tabellen
19
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