DGMK-Projekt Brennstoffe
Wechselwirkungen paraffinischer Brennstoffe mit mineralölstämmigen Restmengen im Tank
Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr: Prof. Wolfgang Schrader
Durch die 2021 verschärften Ziele zur THG-Reduzierung steht der Raumwärmemarkt vor einer Herausforderung. Da Ölheizungen nicht immer durch andere Technologien ersetzbar sind, ist eine Sektorkopplung durch THG-reduzierte Brennstoffe wie Paraffine notwendig. Bei der Betankung mit Paraffinen kommt es zur Vermischung mit mineralölstämmigen und biogenen Restmengen im Tank. Die Wechselwirkungen der Brennstoffe und resultierende Öl-Heizungsstörungen sind nicht ausreichend erforscht. Die Untersuchung dieser und die Identifizierung unproblematischer Brennstoffmischungen sowie eventuell benötigten Additiven zur sicheren Einführung paraffinischer Brennstoffe ist das Forschungsziel dieses Vorhabens.
Es wergen Mischungen frischer Paraffine und Restmengen hergestellt. Um neben dem frisch gemischten Zustand auch die Wechselwirkungen während der Lagerung untersuchen zu können, werden sie mithilfe etablierter (Langzeitlagerungen) und neu entwickelter Methoden (Thermoreaktor) gealtert. Die Brennstoffe werden durch chemischen-physikalische Bulk-Analytik, Detailanalytik und anwendungstechnisch untersucht. Die angestrebten Ergebnisse umfassen die Identifizierung der Alterungsprodukte sowie weiterer Alterungsreaktionen und -produkte der Mischungen, die Ermittlung der Interaktion der Mischungen mit gängigen Heizölbrennerbauteilen und des Startverhaltens und Emissionen im Öl-Heizkessel. Daraus werden Maßnahmen für eine sichere Markteinführung paraffinischer Brennstoffe abgeleitet.


Dieses vorwettbewerbliche Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Mitteln der IGF gefördert.
Das Vorhaben ist in der Abschlussphase.
Uwe Schabla
Chairman
Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie