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Fachausschuss Schmier­stoffe

Auswirkungen von Ruß und festen Fremdstoffen in Gebrauchtölen auf das Verschleißverhalten bei modernen Dieselmotoren mit verlängerten Ölwechselintervallen

In Tribometern wurden mit Rußölen weniger Reibung und höhere Verschleiß­geschwindig­keiten im Vergleich zu Frischölen gemessen. Instabilitäten traten bei höheren Rußgehalten häufiger auf. Oberflächen- und Partikelanalysen ergaben, dass die tribomutierten Zonen aus Rußölversuchen weniger Additivelemente enthalten und die Mikrostruktur der Ober­flächen feiner ist. An Rußpartikeln konnte eine amorphe vermutlich additivhaltige Randzone beobachtet werden. Untersuchungen am Mikrotribometer ergaben, dass Ruß nicht hart ist oder abrasiv wirkt. In zentrifugierten Gebrauchtölen wurden weniger Additivelemente gefunden und sie tendieren zu höherem Verschleiß und mehr Instabilität. In anschließenden Untersuchungen an einem Nocken/Stößel-Prüfstand wurden die tribologischen Ergebnisse weitgehend bestätigt und damit die Übertragbarkeit von Tribometerexperimenten auf das reale System nachgewiesen. Aufgrund der Beobach­tungen wurden Modelle zum Wirkungsmechanismus des Einflusses von Ruß auf das tribologische Verhalten formuliert, die die Grundlage für Schmierstoffmodifikationen bildeten. Diese wurden in einem Motoren­versuch zur Überprüfung der Modelle gefahren.

Autoren
J. Bölter, U. Spicher, Institut für Kolbenmaschinen, Universität Karlsruhe (TH)
Copyright
2007
Softcover ISBN
978-3-936418-71-2
Buchreihen ISSN
0937-9762
Seitenzahl
83
Anzahl der Bilder
76
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