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OWI Science for Fuels gGmbH An-Institut der RWTH Aachen
06.03.2024 | Forschung, Publikationen

Forschungsbericht veröffentlicht: Kompatibilität synthetischer Brennstoffe

HVO und PtL-Brennstoff bestehen nahezu ausschließlich aus paraffinischen Kohlenwasserstoffen. Sie haben sehr gute Verbrennungseigenschaften und eine hohe Stabilität gegen thermooxidative Degradation. Daher bieten sie sich hervorragend als THG-reduzierte Zumischkomponenten oder als Ersatz für Heizöl EL an. Ihr Einsatz hat außerdem den Vorteil, dass die in Deutschland für flüssige Brennstoffe bereits vorhandenen Verteilungsstrukturen und Technologien optimal genutzt werden können. Nicht bekannt ist, welche Wirkung bei Ölheizungsanlagen ein Wechsel vom aromatenreichen Brennstoff Heizöl zu Brennstoffen mit geringem Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen bezüglich der Funktion der Elastomerdichtungen, der Stabilität der Tanks und anderer Komponenten aus Kunststoff hat.

Das BMWK hat dazu ein Forschungsprojekt gefördert, um das notwendige Basiswissen über das Verhalten von Kunststoffen bei einer derartigen Wechselbelastung zu schaffen. Dieses Basiswissen kann dabei helfen, Maßnahmen abzuleiten, die eine störungsfreie Nutzung paraffinischer Brennstoffe in Ölheizungsanlagen sicherstellen. Dazu gehören beispielsweise die Anpassung von Normen und die Vergabe von Zulassungsbedingungen für neue Tanks.

Nach 2,5 Jahren Laufzeit ist das Vorhaben abgeschlossen und die Ergebnisse stehen im DGMK-Forschungsbericht 838 „Kompatibilität von synthetischen paraffinischen flüssigen Brennstoffen mit Kunststoffen in bestehenden Anlagen für die Hauswärmebereitstellung“  zur Verfügung. Der Bericht ist kostenfrei über DGMK erhältlich.

Forschungsstellen

OWI Science for Fuels gGmbH An-Institut der RWTH Aachen
Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen

838 Kompatibilität von synthetischen paraffinischen flüssigen Brennstoffen mit Kunststoffen in bestehenden Anlagen für die Hauswärmebereitstellung

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Das IGF-Vorhaben (21649 N) der Forschungsvereinigung DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V. , Große Elbstraße 131, 22767 Hamburg, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.