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28.11.2022 | Forschung, Publikationen

Forschungsbericht veröffentlicht: Einsatz alternativer Brennstoffe in bestehender Anlagentechnik

Allein in Deutschland waren im Jahr 2020 noch über 5 Mio. Ölheizungen in Betrieb. Auch wenn der Austausch von Ölheizungen forciert wird, wird in den kommenden Jahrzehnten ein Anlagenbestand in Millionenhöhe in Betrieb sein. Ein Treibhaugasminderungseffekt im Raumwärmemarkt kann über die Beimischung paraffinischer Komponenten zu fossilem Heizöl ermöglicht werden. Vor diesem Hintergrund hat das BMWK ein Forschungsvorhabens gefördert, um die Langzeitbetriebssicherheit von bestehender Anlagentechnik zur Hauswärmebereitstellung beim Einsatz von paraffinischen und Oxygenat-Brennstoffen als Heizölsubstitut zu überprüfen.

Im Projekt wurden marktübliche Heizungsanlagen mit Blends aus HEL mit paraffinischen und PtL-Brennstoffen betrieben. Deren Verwendbarkeit wurde mit Focus auf die Abgasemissionen, Einfluss auf die Sicherheitstechnik und das Auftreten von Ablagerungen und Schädigungen in brennstoffführenden Bauteilen untersucht. Der störungsfreie Betrieb konnte mit zwei ausgewählten Blends über 6000 h nachgewiesen werden. Unterschiede von Dichte, Brennwert und damit Luftbedarf der Blendkomponenten erfordern mit steigender Beimischungsquote Einstellungsanpassungen an den Brennern.

Weitere Details finden sich im veröffentlichten DGMK-Forschungsbericht 808 „Einsatz alternativer Brennstoffe aus Synthese- und Hydrotreatment-Verfahren zur Hauswärmebereitstellung in bestehender Anlagentechnik“. Der Bericht ist kostenfrei bei der DGMK zu bestellen.

Forschungsstelle

OWI - Science for Fuels gGmbH, Herzogenrath

808 Einsatz alternativer Brennstoffe aus Synthese- und Hydrotreatment-Verfahren zur Hauswärmebereitstellung in bestehender Anlagentechnik

0,00 €

Das IGF-Vorhaben (20749 N) der Forschungsvereinigung DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V., Große Elbstraße 131, 22767 Hamburg, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines  Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.