Durch den Wandel in der Antriebstechnologie ergeben sich neue Anforderungen an Schmierstoffe, die die Herausforderungen der E-Mobilität meistern müssen. Die Entwicklung zukunftsweisender Schmierstofflösungen läuft auf Hochtouren und neuartigen Schmierstoffe müssen z.B. hinsichtlich ihres Fresstragfähigkeitsverhaltens zuverlässig bewertet werden.
Forschungsbericht veröffentlicht: E-Fluids@HighSpeeds
Aktuelle Entwicklungen in der Antriebstechnik zeigen einen eindeutigen Trend hin zu hohen E-Maschinendrehzahlen. Daraus resuliert ein effizienterer Betrieb und im Kontext der E-Mobilität ist dies gleichbedeutend mit einer erhöhten Reichweite. Um die Effizienz des Antriebsstrangs weiterhin zu erhöhen, werden neuartige Schmierstoffe entwickelt, die u.a. einen hohen Getriebe- bzw. Verzahnungswirkungsgrad erlauben. Dabei werden typischerweise besonders niedrige Viskositäten der Schmierstoffe realisiert. Zur Minimierung der Getriebeverluste sind niedrige Reibungszahlen gewünscht, Reibbeläge sind in den meisten E-Mobility-Anwendungen üblicherweise nicht zu finden. Standardtestverfahren erlauben hinsichtlich Fressen, Grübchen und Grauflecken eine vergleichende Bewertung von Schmierstoffen. Dabei wird im Test anhand charakteristischer Grenzparameter eine Schadenskraftstufe bzw. die Laufzeit bis zum Ausfall ermittelt, anhand derer eine Einteilung in Tragfähigkeitsklassen/-kategorien erfolgen kann.
Es bedarf der zuverlässige Bewertung des Tragfähigkeitsverhaltens für solch neuartige Schmierstoffe unter in der E-Mobility typischen, relevanten Betriebsbedingungen. Das gemeinsame Forschungsvorhaben von DGMK und FVA ist abgeschlossen und der DGMK-Forschungsbericht 833 liegt vor.
Projektpartner
Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebesysteme (FZG)
Technische Universität München
Lehrstuhl für Maschinenelemente
In Kooperation mit Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA-Nr. 988 I)
