Als erneuerbare Energieträger werden paraffinische Flüssigbrennstoffe und FAME eine zunehmende Rolle auch im Wärmemarkt spielen. Als Drop-in-Komponenten werden diese alternativen Brennstoffe den herkömmlichen Heizölen beigemischt, um mineralölbasierte Varianten am Markt zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund ist zu klären, ob in Brennstoffmischungen Alterungseffekte auftreten, die im praktischen Betrieb relevant werden könnten.
Forschungsbericht veröffentlicht: Alterungsverhalten von E-Fuel-Blends
BMWE-gefördertes Forschungsvorhaben abgeschlossen
Das BMWE hat hierzu ein Vorhaben gefördert, dass nach 2,5 Jahren Forschungsarbeit abgeschlossen ist.
Im Projekt wurden gealterte Flüssigbrennstoffe im Prüfstand getestet und im Vergleich zur Alltagspraxis einer erhöhten Belastung unterzogen. Um Bedingungen zu identifizieren, die die Ablagerungsbildung begünstigen können, wurde zur in-situ Überwachung der alterungsinduzierten Änderungen eine NMR-Mouse integriert. Auch die Effekte von Additiven auf das Alterungsverhalten wurden untersucht.
Hierfür erfolgten invallmäßige Probenahmen von den Prüfständen, die mit standardisierten Analysemethoden charakterisiert und zusätzlich spezieller Analytik wie 1H und 13C Hochfeld- (HF) und Niederfeld-(LF) Kernmagnetresonanz (NMR) Spektroskopie, LF-NMR Relaxometrie und Diffusometrie, sowie Fourier-transformierte Infrarotspektroskopie (FTIR) unterzogen wurden, um umfassende Informationen über die chemischen und physikalischen alterungsinduzierten Änderungen zu erhalten.

Mit Bezug auf die durchgeführten Untersuchungen und Ergebnisse kann festgehalten werden, dass die Nutzbarkeit paraffinischer Flüssigbrennstoffe, ob als Reinbrennstoff oder in Mischungen mit mineralölbasierten Heizölen in der Praxis als unproblematisch angesehen werden kann. Eine zusätzliche Verlässlichkeit im praktischen Einsatz kann durch den Einsatz geeigneter Additive erreicht werden.
Lesen Sie die Details im DGMK-Forschungsbericht 839 „Vermeidung von Alterungsprodukten und Ablagerungen in E-Fuels als Drop-In-Komponente in Heizöl in Bauteilen von Brennersystemen in anwendungstechnischen Prüfständen“. Der Bericht ist kostenfrei über die DGMK erhältlich.
Projektpartner:
- OWI Science for Fuels gGmbH An-Institut der RWTH Aachen
- Institut für Technische und Makromolekulare Chemie RWTH Aachen University

Das IGF-Vorhaben 01IF22790N wurde im Rahmen des Programms „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.