Am 01. September ist das Forschungsprojekt SynBioRes gestartet. SynBioRes entwickelt eine integrierte, praxisnahe Wertschöpfungskette zur Verwertung flüssiger und trockener Biomasse-Reststoffe.
Das Projekt ist eine internationale Kooperation zwischen den drei deutschen Forschungseinrichtungen Fraunhofer IPK, Fraunhofer UMSICHT und der Ruhr Universität Bochum mit der DGMK als Koordinierungspartner, sowie auf brasilianischer Seite dem Instituto de Pesquisas Tecnológicas in SãoPaulo und der Associação Brasileira de Energia Eólica (ABEEólica).
SynBioRes entwickelt eine integrierte, praxisnahe Wertschöpfungskette zur Verwertung flüssiger und trockener Biomasse-Reststoffen. Durch die Kombination von Dunkel- und Photofermentation, Thermo-Katalytisches Reforming (TCR) und Co-Elektrolyse werden Wasserstoff (H2), Synthesegas (Syngas), Alkohole, Bio-Öl und Biokohle erzeugt und für die Produktion nachhaltiger Kraftstoffe (z. B. Sustainable Aviation Fuel, SAF) nutzbar gemacht. Methodische Ziele umfassen die Kopplung von Dunkel- und Photobioreaktoren zur bio-H2 Produktion, die Optimierung des TCR-Prozesses hinsichtlich Robustheit bei der Nutzung von Biomasse-Reststoffen und die Entwicklung skalierbarer Elektrolysatorsysteme mit Kupferkatalysatoren zur Umwandlung von Syngas/CO2 in höherwertige Alkohole bei industrierelevanten Stromdichten.
Standardisierte Protokolle, Qualitätskriterien für Biokohle- und Alkoholströme, eine Bibliothek optimierter Katalysator- und Elektrolysatorkombinationen sowie praxistaugliche Reaktorsysteme sollen erarbeitet werden. Zudem umfasst das Paket validierte Datensätze zur Co-Elektrolyse, ein trainiertes neuronales Netz, techno-ökonomische Analysen, Umweltbilanzen und ein frei zugängliches Whitepaper zur Verbreitung der Ergebnisse.
Durch die integrierte, kreislauforientierte Umsetzung stärkt SynBioRes die regionale Wertschöpfung, reduziert Emissionen und schafft marktfähige Zwischenprodukte.