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902

DGMK-Project Lubricants

Wechselwirkungen von Verschleißschutzadditiven und Korrosionsinhibitoren im ölgeschmierten Wälzkontakt

Duration
2026 bis 2029 (geplant)
Research Center
RWTH Aachen University Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung (MSE)
RWTH Aachen University Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE)
Reason and Goal

Wälzlager werden mit Öl oder Fetten geschmiert, um den Verschleiß zu verringern. Zusätzlich zum Grundöl enthalten diese Schmieröle verschiedene Additive, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Zwischen den Additiven können Wechselwirkungen auftreten, die zu synergistischen Effekten führen, wodurch sich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Additive gegenseitig verstärkt, oder zu antagonistischen Effekten, wodurch die Funktionalität des anderen Additivs beeinträchtigt wird. Nahezu 50 ?r Wälzlager fallen aufgrund von abrasivem/adhäsivem Verschleiß und Feuchtigkeitskorrosion aus. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit funktionierender EP/AW-Additive und Korrosionsinhibitoren (CI). Da beide Additive um die Metalloberfläche konkurrieren, werden antagonistische Effekte erwartet. Ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen EP/AW-Additiven und CI ist entscheidend, um unerwünschte Antagonismen zu vermeiden und Synergismen zur Reduzierung der Additivmengen zu nutzen. Im Vorgängerprojekt (IGF 01IF22309N) konnten erste Einflüsse der Additivkombination, der Konzentration und den Kontaktbedingungen auf die Wirkung von EP/AW bei Hinzugabe von CI gezeigt werden. Das Forschungsprojekt DGMK 902 baut auf diesen Ergebnissen auf und untersucht systematisch den Einfluss von CI auf den Verschleißschutz ölgeschmierter Wälzlager sowie deren Auswirkungen auf den Tribokorrosionsschutz. Ziel des Projekts ist die volle Potentialausschöpfung der Additive durch Verständnis über die Wechselwirkungen zwischen EP/AW und CI im ölgeschmierten Wälzkontakt. KMU können die Ergebnisse auf vielfältige Weise nutzen. Schmierstoffentwicklern wird eine Methodik zur Identifikation geeigneter kombinierter Additivierungen zur Verfügung gestellt. Schmierstoffanwender können ihre Vorauswahl an Additiven gezielter treffen und ungeeignete Kombinationen vermeiden, was die Testkapazitäten reduziert. Die Potentialausschöpfung der Additivierung wird erhöht, was einen sparsameren Einsatz erlaubt.

Status

Es wird ein Forschungsvorhaben im Rahmen der IGF angestrebt. Der Antrag wurde zur Begutachtung eingereicht.