DGMK-Project Lubricants
Interactions Between Anti-Wear Additives and Corrosion Inhibitors in Oil-Lubricated Rolling Contacts
RWTH Aachen University Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE)
Wälzlager werden mit Öl oder Fetten geschmiert, um den Verschleiß zu verringern. Zusätzlich zum Grundöl enthalten diese Schmieröle verschiedene Additive, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Zwischen den Additiven können Wechselwirkungen auftreten, die zu synergistischen Effekten führen, wodurch sich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Additive gegenseitig verstärkt, oder zu antagonistischen Effekten, wodurch die Funktionalität des anderen Additivs beeinträchtigt wird. Nahezu 50 % der Wälzlager fallen aufgrund von abrasivem/adhäsivem Verschleiß und Feuchtigkeitskorrosion aus. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit funktionierender EP/AW-Additive und Korrosionsinhibitoren (CI). Da beide Additive um die Metalloberfläche konkurrieren, werden antagonistische Effekte erwartet. Ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen EP/AW-Additiven und CI ist entscheidend, um unerwünschte Antagonismen zu vermeiden und Synergismen zur Reduzierung der Additivmengen zu nutzen.
Im Vorgängerprojekt (IGF 01IF22309N) konnten erste Einflüsse der Additivkombination, der Konzentration und den Kontaktbedingungen auf die Wirkung von EP/AW bei Hinzugabe von CI gezeigt werden. Das Forschungsprojekt DGMK 902 baut auf diesen Ergebnissen auf und untersucht systematisch den Einfluss von CI auf den Verschleißschutz ölgeschmierter Wälzlager sowie deren Auswirkungen auf den Tribokorrosionsschutz. Ziel des Projekts ist die volle Potentialausschöpfung der Additive durch Verständnis über die Wechselwirkungen zwischen EP/AW und CI im ölgeschmierten Wälzkontakt. KMU können die Ergebnisse auf vielfältige Weise nutzen. Schmierstoffentwicklern wird eine Methodik zur Identifikation geeigneter kombinierter Additivierungen zur Verfügung gestellt. Schmierstoffanwender können ihre Vorauswahl an Additiven gezielter treffen und ungeeignete Kombinationen vermeiden, was die Testkapazitäten reduziert. Die Potentialausschöpfung der Additivierung wird erhöht, was einen sparsameren Einsatz erlaubt.
Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (IGF Vorhaben 01IF25501N).


Der Zuwendungsbescheid des BMWE liegt vor und das Vorhaben startet zum 01.10.2026.
Federal Ministry for Economic Affairs and Energy (BMWi)
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