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06.04.2022 | DGMK-News, Forschung

Projektstart: Einfluss von MtG-Qualitäten auf die Kraftstoff-Stabilität und das Emissionsverhalten

Um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, muss auch im Verkehrssektor angesetzt werden. Eine Möglichkeit ist, die bereits vorhandene Fahrzeugflotte anstatt mit mineralölstämmigen Kraftstoffen mit regenerativen Fuels zu betreiben. Dabei können sog. Methanol-to-Gasoline, kurz MtG verwendet werden.

BMWK-Förderung zum 1. April 2022

Das BMWK fördert hierzu ein Forschungsvorhaben, mit dem die Produktions- und Aufreinigungsschritte des MtG-Prozesses optimiert werden sollen. Dazu werden zunächst verschiedene MtG-Qualitäten hergestellt, wobei einige Variationen im Prozess vorgenommen werden. Es werden sowohl die Betriebsbedingungen wie Temperatur und Druck als auch der Katalysator verändert. Zudem werden Regenerationszyklen des Katalysators untersucht. Auch die Veredelung des Rohbenzins wird variiert, sowohl Destillation als auch Hydrierung sind vorgesehen. Die erhaltenen Fuels werden dann mittels verschiedener Verfahren analysiert. Dazu zählt vornehmlich Normanalytik nach EN 228.

Nach der Auswahl von zwei besten Qualitäten werden diese in größeren Mengen hergestellt, um weitere Tests durchzuführen. Dazu zählen unter anderem die Emissionen, gemessen über einen Einzylindermotor, und die Wechselwirkungen mit Materialien und die Korrosionswirkung. Ebenso werden Alterungstests durchgeführt, um die Langzeitstabilität zu untersuchen. Die Bestimmung der ROZ soll in einer neu zu entwickelnden Methode experimentell untersucht werden.

Research Centres

OWI Science for Fuels gGmbH, Herzogenrath
IEC Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg
TME Lehrstuhl für Thermodynamik mobiler Energiewandlungssysteme der RWTH Aachen University

Gemeinsam vernetzt

Das durch die Mitglieder des DGMK-Fachausschusses Kraftstoffe auf den Wege gebrachte Projekt wird über 2,5 Jahre laufen und durch einen Expertenkreis branchenübergreifend begleitet. Eingebunden sind Vertreterinnen und Vertreter der Energie- und Automobilindustrie, Anlagenbauer, Additivhersteller, Fachleute aus der Analytik und Entwicklungsdienstleiter.

Das IGF-Vorhaben (22377 N) der Forschungsvereinigung Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V., Große Elbstraße 131, 22767 Hamburg, wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.