Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft
für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V.



DGMK-Forschungsbericht  789

Ursachen erhöhter DOC-Konzentrationen im Grundwasserabstrom am Beispiel der Deponie Hohne (DEA)


Kurzfassung

In der Deponie Hohne wurde seit 1971 Bauschutt gemeinsam mit Ölschlamm und ölverunreinigtem Boden eingelagert. Zur Überwachung der Deponie wurden vier Grundwassermessstellen eingerichtet: eine im Anstrombereich der Deponie und an drei Seiten im Haupt- und Nebenabstrombereich. Im Abstrom der Deponie wurden während der langjährigen Grundwasserüberwachung erhöhte Konzentrationen von Chlorid, Sulfat, Natrium und DOC (gelöster organischer Kohlenstoff) gemessen.

Insbesondere die Herkunft des DOC im Abstrom war bisher weitgehend unklar. Arbeitshypothesen waren, dass (i) organische Schadstoffe unterhalb der Deponie austreten und mikrobiell oder durch Pflanzen abgebaut werden oder (ii) die bereits nachgewiesene Änderung des Redoxpotentials unterhalb der Deponie zur Lösung von bodenbürtigem Kohlenstoff führt.

Ziel des Projekts war der Nachweis einer DOC-Quelle.