Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft
für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V.


DGMK-Forschungsbericht 763

Entwicklung einer neuen Prüfmethode zur Bewertung der Stabilität von Heizölen mit biogenen Anteilen

Kurzfassung

Die Eignung eines schwefelarmen Heizöls oder einer Mischung mit alternativen Komponenten für die langfristige Lagerung über mehrere Jahre wird mit dem Begriff (Langzeit-) Lagerstabilität beschrieben. Zur Bestimmung der thermooxidativen Stabilität (Alterungsbeständigkeit) von mineralölstämmigen Brenn- und Kraftstoffen existieren verschiedene Analysemethoden. Bei der Übertragung dieser Methoden auf Mischungen zwischen mineralölstämmigen und alternativen Produkten hat sich bislang keines als uneingeschränkt einsetzbar erwiesen. So kann beispielweise das (Langzeit-) Lagerstabilitätsverhalten von Brennstoffen vollständig unterschiedlich sein, auch wenn unmittelbar nach der Herstellung identische Stabilitätskennwerte ermittelt wurden. Bei der Alterung von Brennstoffen wurde beobachtet, dass nicht immer alle Stabilitätskennwerte gleichzeitig ansprechen bzw. es konnte noch kein einzelner Kennwert mit der höchsten Sensitivität zur Identifikation einer beginnenden Brennstoffalterung festgelegt werden. Zur Bewertung der (Langzeit-) Lagerstabilität wurde eine Schnellalterungsmethode entwickelt, die eine kombinierte Betrachtung mehrerer Stabilitätskennwerte, wie die Bildung von Säuren und Wasser oder die Aufnahme von Sauerstoff und die Entstehung von Sedimenten, ermöglicht. Die Schnellalterungsmethode für Mitteldestillate und alternative Zumischkomponenten ermöglicht die Nachbildung des (Langzeit-) Lagerstabilitätsverhaltens. In Versuchslaufzeiten kleiner als 64 h können Brennstoffe hinsichtlich ihres (Langzeit-) Lagerstabilitätsverhalten differenziert werden.

Das IGF-Vorhaben (17934 N) der Forschungsvereinigung DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V., Überseering 40, 22297 Hamburg wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.